Allgäuer-Anzeigeblatt
Der Wahl-Rauhenzeller Alain Nkossi Konda feiert mit seinem Afropop internationale Erfolge
Von Riccarda Gschwend
Rauhenzell/Sonthofen
Über 250 Lieder hat Alain Nkossi Konda im Laufe seines Lebens schon komponiert, und stetig kommen neue Stücke hinzu. Bemerkenswert dabei ist, dass zahlreiche seiner Songs bereits bei internationalen Wettbewerben gewonnen haben. So sahnte Konda jüngst einen Preis beim „UK Songwriting Contest" ab, gewann im Jahr zuvor mit seinem weihnachtlichen Stück „Bells ringing everywhere" den „Nashville Christmas Songwriting Competition" und wurde beim „John Lennon Songwriting Contest" gleich für zwei Lieder ausgezeichnet. Die Liste seiner Erfolge ließe sich noch schier endlos fortsetzen.
Der kreative Musiker, der ursprünglich aus der Demokratischen Republik Kongo stammt und viele Jahre in New York gelebt hat, hat sich mittlerweile in Rauhenzell bei Immenstadt niedergelassen und sich auch hierzulande einen Namen gemacht. Er habe schon mit den besten und vielseitigsten Allgäuer Musikern zusammengearbeitet, erzählt Konda, der sich als Autodidakt bezeichnet und schon als kleines Kind immer gesungen habe.
Heute produziert der Künstler, was er selbst „Afropop" nennt – eine Mischung aus Pop, Funk und Reggae. In seiner Musik verbindet er sein musikalisches Erbe aus Afrika mit neuen Trends aus der aktuellen Musikszene. Allerdings betont der produktive Sänger und Songschreiber, dass er im Grunde in jedem Genre zu Hause sei: „Ein guter Song ist ein guter Song, seine Stilrichtung spielt keine Rolle". Er sträubt sich vehement dagegen, in eine Schublade gesteckt zu werden. Für ihn steht die Liebe zur Musik im Vordergrund, er will mit seinen Songs die Menschen bewegen und Ideen und Gefühle vermitteln. In welche Kategorie man seine auf Englisch, Französisch und Lingala gesungenen Stücke letztlich einordnet, ist für ihn nebensächlich.
Für die Zukunft plant der Vollblutmusiker, mit einigen seiner New Yorker Kollegen aufzutreten und natürlich weiterhin eigene Songs zu schreiben. Ein Leben ohne Musik ist für ihn unvorstellbar.
Am Samstag spielt Alain Nkossi Konda zusammen mit dem international bekannten Gitaristen Jeff Aug in der Sonthofer Kulturwerkstatt. Auf die Frage, was sein Publikum erwarten darf, antwortet er: „Es wird ein sehr intimes Konzert. Wir werden einige Coverversionen spielen, vor allem aber Songs aus meinem eigenen Repertoire" – So werden die Künstler ihre Zuhörer mit Akustikversionen von Klassikern wie „No woman, no cry"
verzaubern, aber auch in die persönliche musikalische Welt des Alain Nkossi Konda entführen.
